Ein kultureller Begegnungsort für alle Generationen

Veranstaltungen

Als Begleitprogramm zu Sonderausstellungen oder als besondere Veranstaltung – das Museum642 ist ein willkommener Veranstaltungsort für alle Interessierten an Kultur und Geschichte. Besonders der glasüberdachte Innenhof und der Raum für Sonderausstellungen eignen sich sehr gut für kulturelle Treffen. Bleiben Sie mit uns in Kontakt! Wir informieren Sie gern persönlich oder auf unserer Webseite über aktuelle Veranstaltungsangebote im Museum642.

Fünf Personen stehen im Ausstellungsraum zur Industrialisierung in Pößneck. An der rechten Seite eine lange Ausstellungswand mit Texten zu den Pößnecker Fabrikantenvillen der Gründerzeit und historischen Objekten in kleinen Vitrinen. Der Stadtplan auf der Tafel im Hintergrund veranschaulicht die in Pößneck vertretenen Industriezweige und Firmen. Einblicke in den Fabrikalltag des 19. Jahrhunderts vermittelt der Monitor, welcher von der Decke hängt und mit dem damals genutzten Transmissionsantrieb links verbunden ist. Auf der Nachbildung eines Förderbandes in der Mitte des Raumes sind Industrieerzeugnisse aus Pößneck ausgestellt.

Veranstaltungen im Museum642 bringen Kulturbegeisterte zusammen.

Hört euch diesen Huth an!

Mundart-Lesung mit Texten von und über Prof. Franz Huth

Referent: Karl Ernst

Sonntag, 8. November 2026, 14:00 Uhr im Museum642

Mit der Sonderausstellung „Sieh dir diesen Huth an!“ ehrte das „Museum642 – Pößnecker Stadtgeschichte“ in diesem Jahr den gebürtigen Pößnecker Maler und Ehrenbürger Prof. Franz Huth zu seinem 150. Geburtstag. Während seines Schaffens reiste der Künstler in zahlreiche Länder und wirkte in verschiedenen deutschen Städten, blieb seiner Heimatstadt aber stets eng verbunden. So sind es nicht nur die idyllischen Winkel Pößnecks, welche er vor allem mit Pastellkreide im Bild festhielt, sondern es waren auch die Menschen selbst, mit denen er auf Du und Du stand, da er auch ihre ganz eigene Sprache verstand und sprach: die Pößnecker Mundart.

In dieser setzte Franz Huth zwei die Stadt Pößneck prägenden Orten auch selbst ein literarisches Denkmal. 1934 veröffentlichte er im Selbst-Verlag zwei kleine Heftchen mit Illustrationen zu Mundartversen: Das eine hieß „Unse Altenborg“ und das zweite „Unser Boch“. Mit Verstand, Witz und Humor drückte Franz Huth darin nicht nur genau die Empfindungen und die Heimatverbundenheit der Pößnecker Einwohner zu ihrer schon damals als Hausberg der Stadt angesehenen Altenburg aus, sondern beschrieb im zweiten Bändchen unter dem Titel „Unser Boch“ treffend auch den Zustand der Kotschau nach der Industrialisierung der Stadt: „Wie‘r Huths Franzen sei Bichel iewer unse Altenborg gelasen hotte“ schrieb damals Wilhelm Greiner eine Rezension in Form eines Mundartgedichts: „Un drum gab’ch Huths Franzen racht, / dar weeß, wos lus is halt, / denn iewer unse Altenborg, / gieht doch nischt uff d’r Walt“.

Am Vortag seines 150. Geburtstag am 9. November liest Karl Ernst neben kurzen Rückblicken aus Franz Huths „Lebenserinnerungen“ auch den Originaltext der beiden Mundartgedichte. In einem zweiten Teil können sich interessierte Besucher zusätzlich noch einen Film mit einem Theaterstück über Leben und Werk von Prof. Franz Huth vom Team der früheren Museumsnächte des Vereins für Heimatgeschichte Pößneck anschauen. Dieser war anlässlich der Festveranstaltung zum 140. Geburtstag vor zehn Jahren entstanden.

Die Veranstaltung ist im Museumseintritt enthalten. Zur besseren Planung bitten wir um Voranmeldung:
• direkt in der Tourist-Information
• telefonisch unter 03647 504769 bzw. 03647 412295 (Museumskasse) oder
• per E-Mail an museum@poessneck.de

Wir freuen uns auf Sie!

Mordgeschichten und andere historische Kriminalfälle aus Pößneck (Teil II)

Referent: Karl Ernst

Donnerstag, 12. November 2026, 17:00 Uhr, Bilke-Saal

Das 17. Jahrhundert war stark durch den Dreißigjährigen Krieg und seine Nachwirkungen geprägt. Die Verrohung der Sitten, herumziehende Soldaten und Landstreicher, aber auch skrupelloses Handeln einheimischer Bürger ließen damals auch in Pößneck die Rate von Gewalttaten und anderen Kriminaldelikten massiv ansteigen.
Die Verbrechen wurden in den staatlich angeordneten sogenannten Inquisitionsverfahren genau untersucht. Dabei stützte sich das Gericht auf ein striktes, gesetzlich vorgeschriebenes Beweissystem, welches auf der genauen Ermittlung und Prüfung der Tatumstände beruhte. Zeugen wurden befragt und Verdächtige vom Richter oder Stadtschreiber einzeln und unter Ausschluss der Öffentlichkeit in „gütlicher“ oder „peinlicher“ Befragung (Folter) vernommen und ihre Aussagen schriftlich protokolliert und weitere Umstände wie z. B. die Flucht des Verdächtigen, Besitz der Beute, Tatwerkzeuge und die genaue Untersuchung des Opfers durch äußere Besichtigung oder Obduktionen zur Erhärtung des Verdachts und der Anklage ermittelt.

In den Akten des Pößnecker Stadtarchivs sind ganz unterschiedliche Gerichtsprozesse erfasst, die sowohl Mord und Totschlag wie auch Fälle von besonderer krimineller Energie zur persönlichen Bereicherung, Verbrechen gegen die Moral und absonderliche sowie tragische Vergehen zum Inhalt haben, die in den meisten Fällen mit der Hinrichtung endeten.

Karl Ernst stellt in seinem Bildvortrag eine Auswahl vor und wird anschauliche Einblicke in die damaligen Methoden der Strafverfolgung und Rechtsprechung geben.

Karten gibt es ab sofort in der Tourist-Information Pößneck und der Buchhandlung am Markt.

Erwachsene: 5,00 Euro; Ermäßigt (11-16 Jahre): 3,00 Euro; Kinder bis 10 Jahren frei

Wir freuen uns auf Sie!

Licht ins Dunkel bringen - Eine Zeitreise in die finsterste Zeit Pößnecks

Gruselige Taschenlampenführung ab 12 Jahren geeignet

Freitag, 13. November 2026, 17:00 Uhr im Museum642

Abergläubisch und ängstlich? Am Freitag, dem 13. November, können Sie es bei einer Taschenlampenführung durch das Museum642 herausfinden. Erleben Sie das Pößnecker Stadtmuseum im Lichterschein und erfahren Sie zum Beispiel, warum ein klitzekleines Insekt ein tausendmal größeres Arbeitstier auf dem Gewissen hat.

Museumsführer Hartmut Bergner nimmt Sie mit auf eine Zeitreise in diese so finstere Zeit Pößnecks. Und wer weiß, welche Geheimnisse sich noch hinter den Stadt- und ehemaligen Klostermauern des Museums verbergen?

Wichtige Hinweise zur Veranstaltung:
• Bitte bringen Sie eine eigene Taschenlampe mit!
• Treffpunkt: 16:45 Uhr am Infotresen/Museumskasse.
• Beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl auf 15 Personen begrenzt ist. Bei erhöhter Nachfrage ist ein Folgetermin möglich.
• Diese Führung ist nicht barrierefrei!
Eintritt Sonderführung: 10 Euro pro Person; ermäßigt: 8 Euro

Öffentliche Museumsführungen

Für die individuellen Museumsbesucher*innen, die gern einmal innerhalb einer Führung das Museum642 erkunden möchten, ohne eine eigene Führung zu buchen, gibt es auch in diesem Jahr während der Herbst- und Wintermonate das Angebot für öffentliche Sonntagsführungen.

Unsere Museumsführer*innen begrüßen Sie gern zu einer kompletten Hausführung (ca. 60 Minuten) an folgenden Sonntagen:

2026, 2. HJ: 25.10., 29.11., 27.12.

            ACHTUNG: Im 2. Halbjahr beginnen unsere Führungen immer um 13:30 Uhr.

Eintritt Museum:
Erwachsene: 5,00 Euro
Schüler/Studierende (mit Ausweis): 3,00 Euro
zzgl. 2,00 Euro Führungsgebühr pro Teilnehmer
Kinder unter 6 Jahren frei

Die Karten zur Museumsführung sind im Vorverkauf oder an der Tageskasse erhältlich.